1934 - 1938

Im Hinblick auf das Gesamtwerk von Otto Greis, dass sich über sieben Jahrzehnte hinweg entwickelt, kann die Zeit von 1932 bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs als eine erste malerische Orientierungsphase gelten. Greis bricht 1934 sein Maschinenbaustudium ab, um freier Künstler zu werden. Er erinnert sich: „Ich lernte einen ehemaligen Schüler von Karl Hofer kennen, der in der Städelschule sein Atelier hatte. Zwar war Hofer für mich damals noch kein Begriff, das war auch nicht das Entscheidende, entscheidend war das Erlebnis, mich einer Bildwelt gegenüber zu sehen, die mich in ihrer Geschlossenheit überwältigte, und da ist der Funke übergesprungen: Mensch, du kannst dir ja eine Welt aus Bildern aufbauen. Weiterlesen →

1960 - 1962

Anlässlich der Otto Greis Retrospektive 1962 in der Mannheimer Kunsthalle, erscheint von Wieland Schmied in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung folgende Beschreibung der aktuellen Werkserie: „Mit dem Gemälde ‚Windstoß’(1959) ist der neue Otto Greis ganz da. Was in den ursprünglich wogenden tachistischen Bildern zur Materialanhäufung erstarrt war, ist wieder ins Strömen geraten, ist in hyperbolischen Figuren unterwegs, von innerer Dynamik erfüllt. Zugleich beginnt das Weiß sich auszubreiten, zuerst nur als trennendes Element zwischen den einzelnen Formflecken, ein Fluß, ein See zwischen ihnen. Weiterlesen →

1963 - 1968

Das Jahr 1962 zeugt von einem erneuten malerischem Umbruch. Noch entstehen die hellen, beinahe weißen Bilder, wie z.B. „Naissance nacrée“, an dem Otto Greis vom November 1961 bis in den Mai des Jahres 1962 immer wieder arbeitet. Nebenher beginnt der Künstler mit Malereien, in denen sich deutlichere Formkompartimente artikulieren. Ein großformatiges Bild des Übergangs ist „Clairière“ von 1962. Im Jahr darauf äußert sich die künstlerische Suche in einer kräftigeren Farbpalette und plastisch herausgearbeiteten Form-Raumverspannungen. Weiterlesen →

1970 - 1986

Anfang der 70er Jahre beginnt Otto Greis, nach zahlreichen Studien in Bleistift und Aquarell, in seinen Leinwandbildern eine neue Farbe- und Formensprache zu entwickeln. Ausschlaggebend mag dafür eine Veränderung seiner Lebens- und Arbeitsituation gewesen sein. Er kauft sich 1969 einen Motorsegler und befährt gemeinsam mit seiner Frau Margaret Bolza-Greis das Mittelmeer. Christa von Helmholt entwirft einen anschaulichen Eindruck von den Bootsreisen des Künstlerpaares: „Und jeden Sommer leben Otto und Margret Greis auf ihrem Hausboot auf dem Mittelmeer. Weiterlesen →

1986 - 1998

Ende der 80er Jahre vollzieht sich im Werk von Otto Greis ein erneuerter künstlerischer Umschwung. Vorbereitet wird die überraschend andere Ausdrucksweise durch eine Vielzahl von Bildern, die der Künstler „Alhamilla-Serie“ nennt und an denen er seit 1987 arbeitet. Mit „Polópos“, 1988/89, und „Spuren des Sommers“,1989, zeigt sich im großen Format eine Gestaltungsweise, die deutlich akzentuierte Formen herausbildet und sich damit von den, wie verschliffen wirkenden Bildräumen seiner vorherigen Schaffensphase absetzt. In der Einfachheit der Kompositionen liegt ihre Klarheit begründet. Weiterlesen →

1998 - 2001

Otto Greis erarbeitet 1998 drei große Bildtafeln. Sie tragen die poetisch gestimmten und von der griechischen Mythologie inspirierten Titel: „Daphnes Geäst“, „Helios Wagen“ und „Auroras Lorbeer“ (vormals: „Gespaltene Auen“). Beeindruckend ist ihr leuchtendes Farbenspiel, dass von einem Grün-Blau-Kontrast beherrscht wird. In dem Werk „Daphnes Geäst“ lässt der Künstler deutlich die einzelnen Pinselspuren stehen. Ihre unruhige Verteilung forciert den Eindruck von vibrierendem Rhythmus und Spannung. Bewegung und Form bilden einen außerordentlichen Antagonismus. Weiterlesen →

Alhamilla Serie

<h4>1987 - 1990</h4> „Sie wollen wissen, wie sich diese Form entwickelt hat. Sie kommt von diesem Thema, von dieser Landschaft in Andalusien. Durch Erosion von Sand und Gestein entsteht eine Wüstenformation mit diesen runden Gebilden. Aus dieser Rundform der Berge habe ich das Thema entwickelt. Wenn Sie so wollen, entstand diese Form aus einem geologischen Thema. Als ich in diese Serie einstieg, wurde mit der Zeit beim Arbeiten diese runde Form immer größer. Weiterlesen →

Atalayar Serie

<h4>1978 - 1986</h4> Das „Atalayar“-Gebirge, nördlich von Almeria, gibt der Bilderfolge, die 1978 beginnt und in Abständen bis 1986 fortgeführt wird, ihren Namen. Im kleinen Format von etwa 40 x 50 cm entwirft Otto Greis vielfach hinterfangene Lichträume, deren Farbigkeit von einer warmen, erdigen Chromatik bis zur kühler gestimmten blau-roten Seite der Farbskala variiert. Charakteristisch ist, wie in den großen Leinwandbildern dieser Jahre auch, ein Bildaufbau aus annähernd transparenten Farbschichten. Weiterlesen →

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Die Malerei ist ein unerhört geistiges Abenteuer.

„Für mich vollzieht sich das Bild auf einer imaginären Ebene. Die Leinwand ist Material. Es geht ja nicht darum, Farbe auf die Leinwand zu setzen, sondern es geht darum, die Leinwand ‚abzuschütteln’. Das Bild muss als Erscheinung aufsteigen, vollkommen befreit von dieser Materie. Das ist die hohe Kunst der Malerei, und dieser Punkt hat mich fasziniert. Wie weit ich damit komme, ist eine andere Sache. Aber das ist der Motor. Die Farben bewegen sich in eine Richtung. Weiterlesen →